Die Radhose gibt es in großer Auswahl mit noch vielfältigerer Modellvariation. Ohne Träger, mit Träger, mit Beinabschluss, ohne gummiertes Ende, mit Überhose, ohne André Agassi Duo, mit Einsatz, mit Windel-Einsatz, ohne Wattierung, ohne Nähte, mit Nähten, aus wenigen Einzelteilen, aus vielen Stoffbahnen, lang, kurz, kürzer. Diese nicht ganz ernstzunehmende Unterteilung zeigt wie kompliziert Radsport geworden ist. Waren es vor zwei Jahrzehnten noch ein enges schwarzes Lycra mit Ledereinsatz, so sucht sich der ambitionierte Radsportler den Sitzpolster zwischen antibakteriell und ergonomisch aus, und entscheidet von Frotte bis hin zum Gel.

Unterschiede machen den Schnitt

Alles ist richtig so lange die Unterhose, also die Panties oder der Slip zuhause bleiben! Der Hoseneinsatz ist dafür gemacht, dass er es mit nackter Haut direkt aufnimmt. Er muss, so er aus Leder ist, weichgeschmiert werden oder als Funktionsstoff regelmäßig gewaschen werden um zu funktionieren. Den Wolf holt man sich eher durchs Schwitzen von der salzigen Kruste oder weil zwei Stoffschichten oder die nackte Haut direkt am Sattel aneinander reiben.

Eine Radhose ist immer im Widerstand

Sie gerät von Schweisskristall Attacken bis zum Eigengewicht des Fahrers gehörig unter Druck. Fährt dieser in ein Schlagloch wird der Druck noch größer. Die Radhose ist Wind und Wetter direkt ausgesetzt, Nässe und Ausbleichen stehen an der Tagesordnung. Ob sie mehrere Saisonen überlebt ist eine Frage des Einsatzes, der eingenähte reicht dabei nicht aus.

Bleibt die Radhose im Betrieb unauffällig so hat sie ihre Funktion erfüllt. Sie ist somit die Richtige!